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Warum man beim schreiben einer Bewerbung nicht blind auf die KI vertrauen sollte

Es wirkt einfach: einen Lebenslauf oder gleich die ganze Bewerbung mit KI erstellen, Vorschläge übernehmen, fertig. Doch wer sich ausschließlich auf automatische Texte verlässt, gibt mehr aus der Hand, als er vielleicht merkt. Allein der Lebenslauf trägt persönliche Spuren, erzählt von Entscheidungen, Wegen und kleinen Wendungen, die auf den ersten Blick unscheinbar sind, aber viel Bedeutung tragen. Genau diese Eigenheiten geraten leicht in den Hintergrund, wenn nur Muster und statistische Wahrscheinlichkeiten entscheiden.

Wenn Muster über Persönlichkeit entscheiden

KIs arbeiten mit großen Datenmengen. Sie orientieren sich dabei an dem, was häufig vorkommt und folgern daraus eine Selbstverständlichkeit. Platz für individuelle und persönliche Merkmale bleibt da nicht, entsprechend werden diese bei der Texterstellung nicht berücksichtigt. Wer seinen Lebenslauf entsprechend mit KI erstellen lässt, erhält deshalb Inhalte, die eher dem Durchschnitt entsprechen als der eigenen beruflichen Wahrheit. Die individuelle Situation, die eigenen Werte, besondere Momente einer Karriere – all das wird gar nicht oder nur eingeschränkt sichtbar. Ein Lebenslauf verliert an Tiefe, wenn er nicht mehr erkennbar macht, was jemanden wirklich geprägt hat. Kurzum: sie gehen in der Menge der Bewerbungen schlicht und einfach unter oder die Bewerbung “verrät” sich als KI-generiert.

Das hat mehrere Gründe:

Überzogene oder unpassende Formulierungen wirken schnell unglaubwürdig

Viele kennen den Effekt: Man gibt Daten ein, lässt einen Lebenslauf mit KI erstellen und erhält Formulierungen, die kraftvoll klingen sollen, aber im alltäglichen Sprachgebrauch kaum jemand nutzen würde. Diese übertriebenen Aussagen können Misstrauen wecken. Personalverantwortliche möchten echte Informationen. Klare Aussagen. Worte, die zu einem Menschen passen – und nicht zu einem Algorithmus.

Gut formuliert, aber ohne relevanten Gehalt

Seinen Lebenslauf mit KI erstellen kann zu Texten führen, die schön klingen, aber gleichzeitig wenig über die eigene Eignung verraten. Manche Sätze sind zwar sprachlich ansprechend, tragen aber kaum zur Frage bei, ob man für die gewünschte Stelle geeignet ist. Ein Lebenslauf sollte nicht nur gefallen, sondern verbinden: Erfahrungen mit Anforderungen, Persönlichkeit mit beruflichem Ziel.

Wenn wichtige Details verschwinden

Eine KI, die darauf optimiert ist die verbreitetste Meinung zu zitieren, verpasst oft die kleinen, aber entscheidenden Elemente. Projekterfolge, persönliche Meilensteine, spezielle Verantwortung – all das wird häufig nur gestreift oder komplett ausgelassen. Wer jedoch einen Lebenslauf mit KI erstellt, erwartet aber gerade an dieser Stelle Unterstützung. Was er erhält, ist häufig ein geglätteter Text, in dem das eigene Profil weniger deutlich bis gar nicht mehr hervortritt. Sie berauben sich meist Ihrer eigenen Stärken.

Ein neues Risiko: erfundene Qualifikationen

Ihnen fehlt eine Fähigkeit, die vermeintlich zur Besetzung einer Stelle erforderlich ist? Dann sollten Sie ganz besonders aufpassen! Generative KI erzeugt Inhalte. Manchmal auch solche, die nie existiert haben. Wer einen Lebenslauf mit KI erstellen lässt, kann plötzlich Fähigkeiten, Zertifikate oder berufliche Stationen präsentiert bekommen, die man selbst gar nicht besitzt. Diese erfundenen Qualifikationen sind nicht nur unvorteilhaft – sie können zu ernsten Problemen führen, sobald Nachweise verlangt werden. Ein Lebenslauf muss zuverlässig sein, und genau hier stößt KI schnell an Grenzen. Und bedenken Sie: spätestens bei einem persönlichen Gespräch oder am Arbeitsplatz lassen sich diese evtl. fehlenden Qualifikationen nicht mehr verbergen!

Sensible Daten gehören nicht überall hin

Oft unterschätzt bei diesem Thema ist der Umgang mit Ihren eigenen persönlichen Informationen. Einen Lebenslauf mit KI erstellen bedeutet oft, ihre persönlichen, sensiblen Daten in Systeme einzugeben, deren Verarbeitung man nicht vollständig überblickt, geschweige denn einsehen kann. Darin stecken berufliche Details, Kontaktdaten oder sogar vertrauliche Informationen. Diese sollten geschützt werden – besonders im Bewerbungsprozess. Einmal von der KI beim lernen berücksichtigt haben Sie keine Möglichkeit mehr, Ihre persönlichen Daten vor der Einsicht dritter zu verbergen.

Warum das eigene Erstellen Unterschied macht

Ein Lebenslauf lebt durch Aufrichtigkeit und Klarheit. KI kann unterstützen, aber sie ersetzt nicht das Verständnis eines Menschen, der die beruflichen Wünsche und Herausforderungen wirklich nachvollziehen kann. Wenn KI bewusst eingesetzt wird, ist sie ein nützliches Werkzeug. Doch der Mensch bleibt derjenige, der entscheidet, was wirklich zählt. 

Ein Lebenslauf gewinnt an Kraft, wenn er authentisch bleibt – und genau deshalb lohnt sich der Blick über die automatischen Vorschläge hinaus.

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